Jack Bogle der Titan ist tot

Jack Bogle war der Erfinder des Indexfonds. Eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Finanzinnovation der letzten 100 Jahre. Es gibt eine Berechnung, wonach Index-Investoren bis 2016 rund 1000 Milliarden Dollar an Gebühren gespart haben. Die gesamte ETF-Revolution und der massive Erfolg des passiven Indexinvestment-Ansatzes beruhen auf der Pionierarbeit von Jack Bogle. 1974 gründete er Vanguard, heute der zweitgrösste Fondsmanager der Welt (nach BlackRock). 1976 wurde dann von Bogle der First Index Investment Trust ins Leben gerufen, seine bahnbrechende Entwicklung.
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Faktor-Investing: Warum es nicht viel bringt

Seit einigen Jahren ist das Thema Faktor-Investing (auch bekannt als „Samrt Beta“) in aller Fondsanbieter Munde. Wunderbare Überrenditen werden prognostiziert (bei geringerem Risiko versteht sich!). Dass das (mal wieder) alles nicht so sein kann, verwundert nicht. Ein schönes Zitat für den Marketing-Speak der Anbieter:

In wissenschaftlichen Studien wurde inzwischen bestätigt, dass Faktoren den breiteren Markt über bestimmte Zeiträume und Regionen hinweg in verschiedenem Ausmass übertreffen. Zu den gängigsten Faktoren zählen «Value», «Size», «Momentum», «Quality», «Yield» und «Low Volatility».

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Wann verkaufen?

Ein wichtiges Element der Strategie eines jeden Valueinvestors ist die Entscheidung, wann die Beteiligung an einem Unternehmen verkauft werden soll. Oft fällt es leichter eine Kaufentscheidung als eine Verkaufsentscheidung zu treffen. Viele Investoren halten zu lange an schlechten Investments fest, da man erwartet, dass die Verluste früher oder später wieder herein geholt werden – zu oft einen Illusion! Andere Beteiligungen laufen ausgesprochen gut, befinden sich aber nach einer Zeit im Territorium der Überbewertung. Der Absturz folgt früher oder später unweigerlich. Umso wichtiger ist es daher, objektive Kriterien für den Verkauf von Aktien zu entwickeln.
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Buchbesprechung: The Bank Investor’s Handbook

Vielen Value-Investoren graut es vor Bankbilanzen und Bankaktien. Nicht nur die unrühmliche Geschichte der Banken in der Krise 2008/2009 und die nachfolgenden Jahre der mühsamen  Beseitigung von faulen Krediten und Hypotheken hat dazu beigetragen. Für viele von uns sind Bankbilanzen ein Buch mit sieben Siegeln, kaum vergleichbar zur GuV eines Industrieunternehmens oder einer Konsumgüterfirma. Doch ewig locken die verführerisch niedrigen KGV oder KBV von Bankaktien und alllzu oft steht man als Investor vor der Frage: Value-Falle oder echte Chance? „Buchbesprechung: The Bank Investor’s Handbook“ weiterlesen

Malen nach Zahlen: Warum quantitative Anlagestrategien nur wenig Sinn machen

„Quantitiative Value Investing“ ist ein Schlagwort, welches viele Value-Investoren in seinen Bann zieht. Es ist das Versprechen mit einer (einfachen oder weniger einfachen) Formel überdurchnittlichen Anlageerfolg zu erzielen. Dazu gehören eher einfache Kennzahlen wie ein niedriges KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) oder ein niedriges KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis oder auch eine hohe Divdendenrendite. Zunehmend findet man aber auch komplexere Kennzahlensysteme, die dem Anleger zur Nachahmung empfohlen werden. Besonders weiter verbreitet ist hier z.B. die „Magic Formula“ von Joel Greenblatt. Ein gutes Beispiel aus dem deutschsprachigen Raum ist die so genannte „Levermann-Methode„.
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Buchbesprechung: „The Acquirer’s Multiple“

Tobias E. Carlisle ist der Autor des englischsprachigen Buches „The Acquirer’s Multiple“ (2017), der auch schon die Bände „Deep Value“ und „Concentrated Investing“ (mit)verfasst hat. Im Kern geht es dabei um eine Investitionsstrategie, welche in niedrig bewertete Unternehmen investiert. Der wesentliche Unterschied zu anderen, ähnlichen Value-Strategie ist, dass nicht die herkömmlichen Kennzahlen wie KGV oder Preis/Buchwert zur Auswahl herangezogen werden, sondern jener besagte „Acquirer’s Multiple“ (AM).
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Sind Dividendenaktien erfolgreicher?

Im Prinzip ist es ja ganz einfach: Ab dem Tag der Dividendenzahlung wird eine Aktie ex-Dividende gehandelt, also mit einem Abschlag, welcher in der Regel der Höhe der Dividende entspricht. Rechnerisch und kurzfristig macht es also keinen Unterschied, ob man eine Aktie mit hoher, niedriger oder keiner Dividende hält (abgesehen mal von steuerlichen Überlegungen). Doch was gilt in der langfristigen Betrachtung? Sind Unternehmen, die eine hohe Ausschüttung bieten auf dem Börsenparkett erfolgreicher?
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